Das Wollschaf fragt:
Was war euer lustigstes oder schlimmstes Erlebnis, das mit Stricken zu tun hat?
Herzlichen Dank an Tanja für die heutige Frage!
Hm… dank 5 Katzen und einem Sohn sind es mehr zahlreiche mehr oder minder lustige Episoden 
Sei es eins der Weibchen, das mit Gurrlauten und einer Kone im Maul, die locker ihr Eigengewicht überschreitet, nestsuchend durchs Haus tigert oder Sohnemann der versucht meine Arbeiten „fertigzustricken“ (Er ist 5 und kann natürlich NICHT stricken – dafür bin ich inzwischen Meister im Fallmaschen mustergerecht hochhäkeln)
Garn im Haus verteilen gefällt übrigens Kind wie Katzen gleichermaßen.
2 Ereignisse sind mir trotzdem in Erinnerung geblieben, bei beiden spielt die Strickmaschine eine Rolle – irgendwie eignet die sich besser für desaströse Happenings.
Wir wohnten damals noch in einer 50qm 2-Zimmerwohnung (JAHA mit 5 Katzen), Sohnemann noch in der Endmontage – sprich meinereiner hochschwanger.
Mir gings nicht mehr so arg gut – Blutdruck jenseits von Gut und Böse trotz Medikamenten, Wassereinlagerungen, schlechte Leberwerte – kurz gesagt eine beginnende Schwangerschaftsvergiftung, weswegen die Geburt eingeleitet werden sollte. Wir hatten die Einweisung ins Klinikum für den Tag und waren den Vormittag komplett unterwegs um noch letzte Besorgungen zu machen.
Entsprechend kurz kamen die Katzen an dem Tag, ich glaube mein Mann hatte auch vergessen sie zu füttern, und wer Katzen kennt weiss, wie die Viecher aufdrehen können, wenn sie ihren Kopf durchsetzen wollen oder ihnen irgend etwas nicht passt.
Wie gesagt 2 Zimmerwohnung – heisst das Wohnzimmer war proppenvoll mit Essplatz, Couchecke, Bücherregalen, Fernseher, Kleinkrusch etc und eben der Strickmaschine – darauf ein noch am Vortag angefangenes Strickstück (irgendwas fürs Baby wars) aus Merino vom Knäuel auf eine leere Klopapierrolle umgewickelt. Also nicht unbedingt standfest, im Gegenteil das lässt sich prima durchs Zimmer jagen. Und genau DAS haben die Viecher offenbar leidenschaftlich und ausdauernd getan.
Es war wirklich ALLES eingewickelt – jegliches Möbelbein, mehrfach quer durchs offene Bücherregal, über die Couch nach hinten, darunter wieder hervor und so weiter.
So stramm gezogen, das an der Strima die Fadenspannungseinheit vom Fadenmast abgebrochen war (!). Auch sonst war bei der kunstvollen Verschnürung so ziemlich alles zu Boden gefallen was nicht angenagelt war. Natürlich war – in Erwartung des Zuwachses und dank schwangerschaftsbedingtem Nestbautrieb die Wohnung kurz davor quasi auf Hochglanz poliert. Naja ich war halt begeistert. Oder wars entgeistert? Inzwischen erinnere ich mich eher schmunzelnd an den Tag – eine der Katzen kam uns ja schon mit dem Restknäuel noch im Maul entgegen als wir die Wohnung betraten. Warf es uns mit sichtlichem Stolz vor die Füsse und begann sich, ganz die Unschuld, eifrigst zu putzen.
Das andere Ereignis ist eher in der niedlichen Ecke anzusiedeln und wird durch dieses Foto dokumentiert:

Es lebe der Nachahmungstrieb
Er war da etwa 2 Jahre alt, und es sah richtig professionell aus wie er da mit hochkonzentriertem Gesichtsausdruck die Gewichte ins leere Nadelbett hing und die Nadeln mit dem Decker verbog