Kuscheldecke

Stupide Arbeit und sehr anstrengend für die Hände – dafür kuschelig und warm und vom Zwerg direkt okkupiert ansonsten wäre das Zeugs nämlich zum Bettvorleger mutiert oder als Kinderwagendecke in die Geschenkekiste gewandert.
Immerhin – mein Stash ist um 400g Pompongarn “Vancouver” von Gründl leichter.
Bin ja gespannt was der Modegag im kommenden Winter wird – eigentlich kann die zu erwartende Steigerung nur noch etwas sein, das mit Besenstielen verstrickt werden muss.
Mein Küchenboden ist nicht so spannend ;o)

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Langsam kommts…

… das Muster.
Eigentlich macht sich das geflammte Schurwoll-Seidengarn gar nicht mal so schlecht für den Geburtstagsschal.
Ich mag geflammtes Garn vom Maschenbild her eigentlich weniger – hier gibts dem Muster aber eine gewisse Lebendigkeit.
Kann ich mich, denke ich, mit anfreunden.
Herrlich auf der Haut ist die Qualität sowieso, dazu federleicht und trotzdem schön warm – ich glaube gerade richtig für meine immer fröstelnde Mutter.
Print o the wave

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Saucenfaktotum

Was macht man, wenn einem der Meerettichaufstrich aus Sonnenblumenkernen zu flüssig gerät?
Richtig – herzhaft fluchen.
Und anschliessend jedem, der es hören möchte oder auch nicht erzählen, dass man ohnehin viel lieber Fakefrischkäse-Nudelsauce wollte. Und Käsesauce. Und Mayo.
(Es war nämlich nicht nur zuviel Flüssigkeit sondern generell zuviel.)
Jedenfalls gabs das heute über Spagghetti – zusammen mit Mangosauce, Salz, Pfeffer, Knoblauch, etwas Ingwer, etwas Tomatenmark und ein paar Cocktailtomaten absolut lecker und Omnivorentauglich.
In den Rest kipp ich morgen oder übermorgen Hefeflocken und *tada* Maccharoni&Cheese sind geboren – oder auch zum gratinieren von Kartoffeln geeignet.
Und übermorgen gibts Kartoffelsalat mit Mayonnaise zu was auch immer.
Dann langts aber wieder.
Achja – das Grundrezept:
Sonnenblumenkerne, Pflanzenöl (vorzugsweise Sonnenblumenkernöl, wenn “Milch” als Flüssigkeit weniger, wenn Wasser mehr – etwas Fett braucht es zwecks Geschmack und Sättigung aber schon), etwas Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Prise Zucker und ausreichend Flüssigkeit (Nuss-, Sojamilch oder Wasser).
Alles in die Moulinette und das Ding jenseits jeglicher Herstellerangaben laufen lassen bis aus dem Körnerzeug eine weisse Creme geworden ist.

(Man kanns natürlich auch zum zigfachen Preis im Reformhaus als “Streich” fertig kaufen ;) )
Eignet sich als Basis für alles Mögliche – vom Frischkäsefake zum Sauerrahmdip mit Zwischenstation beim (Koch-) Käseersatz

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Die verstrickte Dienstagsfrage 21/2010

Das Wollschaf fragt:
Welche Bücher sind Musthaves (für Handstricker und Maschinenstricker), welche kann man sich schenken?

Herzlichen Dank an Tanja für die heutige Frage!

Schwierige Frage… mit Büchern bin ich recht speziell ich sammle die, von daher schlägt bei mir der “must have” Zeiger deutlich zu oft aus ;)
Für mich persönlich:
Ich kann – was Oberbekleidung angeht – nicht viel mit den allzu konkreten Anleitungen wie sie heute üblich sind anfangen, ich lese sie in der Regel nicht mal, sehe mir nur das Design ab.
Die gängigen Schnitte/Macharten, Krägen, Ärmel etc. habe ich ohnehin intus und es kommt praktisch nie vor, dass ich ein Modell in angegebener Maschenprobe, Garn, Größe etc. nachstricke.
Von daher sind für mich Mustersammlungen und Bücher mit historischem Hintergrund oder speziellen (Konstruktions-) Techniken zu den Mustern eher interessant – die besitze ich auch zu den diversesten Themen vorrangig Aran (vom Weltbild Verlag gibts eine Sammlung 220 Aranmuster – das halte ich für eine gute Auswahlbasis wenn man einfach mal generell Zopfmuster der Art mag ohne jetzt größeren Wert auf historische Korrektheit zu legen), dann mag ich die 3 Bände von Fanderl “Bäuerliches Stricken” sehr gerne, Elsebeth Lavolds “Viking knits” ist auch ein Buch das ich oft zwecks Problemlösung zur Hand nehme, weil sie die Zugmuster eben teils schon recht ungewöhnlich konstruiert. Ansonsten gehen die bei mir dann schon recht ins spezielle je nach Gebiet von Fair Isle bis Selbu. Achja – und natürlich die unvermeidlichen Burdasammlungen mit den gängigen Standardmustern.
Von der technischen Seite her schwöre ich auf “Knitting in the old way: Designs and Techniques from Ethnic Sweaters” von Priscilla A. Gibson-Roberts und Deborah Robson. Es beinhaltet eine breite Basis an Grundschnitten und deren Konstruktion auf prozentualer/proportionaler Basis, Ärmel- und Kragenformen und einen europaweiten Abriss über vielerlei traditionelle Pullis, Techniken, Muster etc. Auch viel geschichtliches.
Also für meine Person das perfekte Grundlagenbuch – einer Anfängerin oder Anleitungssklavin oder sehr visuell ausgerichteten Menschen würde ich das Buch allerdings keinesfalls empfehlen.
Dann wäre da noch Elisabeth Zimmermann auf die ich nicht verzichten wollte, deren Opinonated Knitter hat eigentlich immer einen passenden Vorschlag bereit.
Die Art Kleidungskonstruktion nutze ich sowohl per Hand als auch an der Maschine – wobei ich als bekennender Pragmatiker zugegebenermassen den Feinstricker idR nur zum “Streckestricken” benutze, ich hab da keinen besonderen Ehrgeiz das Ding auszureizen, allein schon wegen der elenden Rechnerei.
Ich mach den langweiligen Part mit der Maschine, wos interessant wird per Hand weiter manchmal auch umgekehrt – das lasse ich mir offen ;)
Aber wenn ich Namen nennen soll ganz klar: Hanne Barth, Dodo Bürkel und Kerstin Michler als Grundlagenautoren, ansonsten habe ich in der Praxis die meisten kleinen aber oft essentiellen Tricks querbeet aus unzähligen uralten Strickheften.

Das wäre die Pflicht – käme noch die Kür ;)
Pullis, Mützen etc brauche ich halt ab und an mal richtig gerne stricke ich Spielzeug und da gibts eigentlich nur 2 Namen zu nennen: Alan Dart und Jean Greenhowe, da mutier ich dann auch zum Anleitungssklaven ;) .

Bei mir Kategorie “Must have” weil ich einen Vogel habe – für den Rest der Welt wohl eher Typ “Braucht kein Mensch”:
Anticraft-Knitting,Beading and Stitching for the Slightly Sinister
Cat Bordhi’s Magical Knitting Reihe
und mein absoluter Liebling, wenn auch ganz besonders Sinnlos:
Making Mathematics with Needlework von fraktaler Geometrie über hyperbolische Babyhosen und Kleinschen Flaschen bis hin zur Eulerschen Geometrie – einfach zu geil :D
http://www.toroidalsnark.net/mkbook.html und http://dragoncrafter.livejournal.com/9812.html unbedingt mal angucken – ich liebe es.

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Ritter Fussel

hmm weniger Stashbusting als ausführliche Maschenprobe: Gründlsockenwolle aus dem Aldi Sonderangebot, ich habe 10 von den 4erPacks geschenkt bekommen.
Ich weiß noch nicht so recht, was von dem Garn halten – vor dem Waschen war es furchtbar kratzig und steif, das zumindest hat sich gegeben.
Aber es scheint ein großer Anteil sehr kurzer Fasern mitversponnen worden zu sein, die sich durchs Waschen herausarbeiten, sieht fast nach Mohairmaus aus im moment ;)
Kleidung daraus würde also pillen wie verrückt – erstmal jedenfalls, wenn man sich bei solchen Strickstücken nach ein paar Wäschen die Mühe macht die Knubbel abzusammeln hat man ja idR Ruhe. Irgendwann hat sich auch die letzte lose Faser herausgearbeitet.
Aber für ein Strickstück, das ggf ausser Haus gehen soll ist das natürlich suboptimal…
Ausserdem kommt es mir so vor als hätte das Garn bei der 40 Grad Wäsche leicht angefilzt – ist schwer zu sagen durch das Gefussel und auch weil die Maus natürlich sehr fest gestopft ist, das wäre für Sockengarn natürlich ein No Go.
Zur Maus: Prinz aus der Reihe Medieval Mice von Alan Dart – aus der Simply Knitting.
Leichte Abwandlungen, da im Gegensatz zum Original damit gespielt werden soll.
Fusselritter
achja die Ohren habe ich anscheinend falsch angenäht sehe ich eben.

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Loch um Loch…

Das aktuelle Hauptprojekt derzeit ist ein Laceschal nach einem Entwurf von Eunny Jang, nämlich dieser hier “Print o the wave”.
Es soll ein Geburtstagsgeschenk für meine Mutter werden, nur ob das noch termingerecht fertig wird…
Es zieht sich. Zwar bin ich, durch meine Abstecher in die Kunststrickerei, durchaus einiges gewohnt und das Muster ist alles andere als schwer, die Maschenzahl hält sich auch in Grenzen, aber trotzdem – irgendwie…
Ich stricke sehr fest normalerweise und gerade bei Strickspitzen bin ich schwere Garne und winzige Nadelgrössen gewohnt – diese Art Spitzenschals/tücher werden aber anders gestrickt: mit sehr dünnem Garn und dafür eigentlich viel zu grossen Nadeln.
Sinn der Übung ist es am Ende ein hauchzartes Gestrick in Händen zu halten. Aber auf dem Weg dahin hat man eben Gewichtstechnisch quasi NIX in Händen.
Ausserdem sieht das Muster durch die lockere Strickart erstmal nach nichts aus – mir wurde aber versichert dass bei Laceshawls die Muster erst durch den Spannvorgang am Ende zur Geltung kämen.
Also hoff ich mal und beiss die Zähne zusammen bis dahin…

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Der feuerrote Elefant

Ja das ist wieder die gruslige Baumwollsockenwolle, 2fädig verarbeitet.
Das Garn ist so störrisch und unangenehm zu verstricken mein Cubitaltunnelsyndrom jubelte sozusagen. *AUA* Zumal ich bei dem harten Garn nicht die Traute hatte die “guten” hölzernen Knitpicksnadeln zu verwenden, die schienen mir dann doch zu fragil in 2,5.
Erstaunt mich immer wieder was für einen Unterschied gutes Handwerkszeug sogar beim Stricken ausmacht.
Junior ist goldig – er rennt mit dem Vieh durch die Gegend und erzählt jedem der es hören will oder auch nicht “Das hat meine Mami für mich gestrickt”
Der feuerrote Elefant

Entwurf von Susan B. Anderson “Page 18 Elefante”, gefunden über Ravelry.
Lediglich die Ohren sind anders, beim Versuch die gehäkelten Ohren laut Anleitung zu Arbeiten stellte ich fest, dass ich nicht wirklich weiss was ich tue wenn ich häkele.
Also einfach frei Nase Pi mal Daumen und es wurden definitiv erkennbare Ohren – was solls ;)

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